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07.05.2009

Biografie: Mai 2009


"Als wir angefangen haben, zusammen Musik zu machen, ging es uns darum, dass die Leute Spaß haben und zu unserem Sound Party machen können", erklärt Ben, seinerseits Songwriter und kreativer Kopf von Hockey. Eigentlich aus verschiedenen Teilen der USA stammend, kamen Hockey über Abstecher in Los Angeles, Spokane und Portland zusammen und verschrieben sich ihrer Mission... Die Anfänge umschreiben sie in ihrem Song "I Wanna Be Black": "Everyone's making dance music now true, but we started in 2002".
Hockey verstehen sich als Impulsgeber für ihr Publikum - und das steht bei ihrem Sound immer im Vordergrund: "Wir wollen Dance Music machen, die dich sofort in den Bann zieht", erklärt Jerm, "So als ob wir eine Band, aber auch genauso gut ein DJ sein könnten." Und Ben fügt hinzu: "Wir wollen, dass die Leute reagieren. Darum geht's."

Solche Ansagen sind typisch für Hockey. Sie sind progressive, kantig und erschaffen dadurch kleine Indie-Hymnen, die dazu bestimmt sind, große Erfolge zu feiern. In einem Keller in Portland nahmen sie ihre erste Underground-Veröffentlichung "Mind Chaos" auf, steckten alles, was sie hatten in die neun Songs und kreierten ein Album voller melodischen und rhythmischen Gold. "Wir vereinen Dance Music mit echten Songs, an die sich die Leute erinnern können. Wir feiern quasi Hochzeit", beschreibt Anthony die scharfsinnigen wie ironisch angehauchten Songs von Hockey. Und Jerm ergänzt: "Sie sollen auch außerhalb eines kleinen verschwitzen Clubs begeistern können." Doch nicht nur die Beats müssen stimmen: Hockey legen Wert auf Aussagen und Geschichten in ihren Texten und sehen dies als etwas, "das Pop-Musik so großartig macht". Das alles zusammengenommen macht eins klar: Hockey sind eine der spannendsten Bands 2009!
Ben und Jerm lernten sich während des Studiums am ‚Johnston Center für integrative Studien' kennen, einem Abschnitt der Redland Universität in Süd-Kalifornien. Hinter dem großspurigen Namen stand im Grunde aber "eine Hippie-Kommune in einem stinklangweiligen verspießten Institut", erklärt Jerm. "Du konntest dir deine eigenen Studienabläufe gestalten." Kurz gesagt: Sie konnten Musik machen und es sich als Hausarbeit anrechnen lassen. Beide erinnern sich begeistert zurück: "Es war ein Ort, wo alles möglich war. Wenn du es rechtfertigen konntest, dann konntest du es auch machen. Es ging darum, eine gute Zeit zu haben."
Als Duo mit einer Drummachine im Gepäck rockten sie Partys und spielten in Clubs in und um Los Angeles. Nach einiger Zeit war klar, dass eine komplette Band noch mehr Spaß bringen würde: "In einen Raum zu kommen und richtig laute Musik zu machen, die Dynamik und Ausdruck hat - dafür brauchst du einfach mehr Leute auf der Bühne!" Nach dem Studium zogen Ben und Jerm nach Spokane, Washington und trafen dort auf den Schlagzeuger Anthony. Und schon bald zog es das Trio weiter nach Portland, Oregon, einem Ort mit pulsierender Musikszene. Wer hier das Publikum begeistern kann... der schafft es überall! "Es ist eine Großstadt, die uns die Augen geöffnet hat. Die Leute lassen sich nicht so schnell beeindrucken. Du musst ackern und innovativ sein - du musst dein Spiel beherrschen. Es heißt dort: Friss oder Stirb!", erzählt Jerm. Es gab nichts zu verlieren, nur zu gewinnen. Hockey setzten alles auf eine Karte.
Im Frühling 2008 wurden Hockey durch Brian, einem alten Freund von Anthony komplett und tourten entlang der Westküste. Der federleichte, aber tiefgründige Sound wurde vom Radiosender "Radio 1" schließlich entdeckt, und kurz darauf standen die Labels Schlange, um Hockey unter Vertrag zu nehmen. Ende 2008 reisten Hockey nach England, spielten im Water Rats und bei einem NME Showcase und mixten eine neue Version von "Mind Chaos". Das Ergebnis wird nun auch bei uns veröffentlicht und ist eine Mischung aus den ersten und brandneuen Tracks. Die Reise geht nach den Stationen L.A, Spokane und Portland also weiter und definiert Hockey genauso, wie ihren Sound: Spannend, kantig, authentisch und einfach verdammt gut. "Wenn es nicht so ein harter Weg gewesen wäre bis hierher... dann wäre es die Sache nicht wert gewesen." Ihr Sound hat Seele, trifft den Nerv der Zeit, um gleichzeitig einen Ausblick auf die Zukunft zu liefern.
"Es geht immer nur um die Musik. Egal, ob wir nach L.A. oder in die Mitte vom Nirgendwo ziehen - was wir mit der Band und unseren Ideen erreichen wollten, war den Kampf wert. Wir wussten, dass wir nur ans Ziel kommen würden, wenn wir wie Wahnsinnige arbeiten und 100% geben", erzählt Jerm und Anthony legt nach: "Wir wissen alles, was jetzt passiert total zu schätzen. Wir sehen immer das ganze Bild und nicht nur einzelne Abschnitte davon."
Die Sturmwarnung für 2009 lautet also kurz und knapp: Macht Euch bereit, zu Hockey richtig durchzudrehen!

Single "Too Fake" ab 17.04.09 digital erhältlich.

Album "Mind Chaos" ab 21.08.09 digital und ab 25.09.09 überall erhältlich.