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20.08.2008

Brian Wilson

That Lucky Old Sun

BRIAN WILSON ist zurückgekehrt, zu Capitol Records in Los Angeles, zum markanten Capitol Tower, und damit an jenen Ort, an dem seine faszinierende Karriere begann. Und er kehrt zurück mit dem komplett neuen Studio-Album "That Lucky Old Sun", das schon im Vorfeld als meisterliches Spätwerk gefeiert wird. Mit den Beach Boys hat er auf jenem Capitol-Label Pop-Geschichte geschrieben. Was die Beatles in den 60ern für Europa waren, das ist dieses Quintett für Amerika gewesen: Die einflussreichste und wichtigste Pop-Band ihrer Zeit. Und BRIAN WILSON war der kreative Kopf: Sänger, Multi-Instrumentalist, Komponist, Arrangeur, Produzent und Sound-Visionär.

"Pet Sounds", sein Meisterwerk aus dem Jahr 1966, gilt (neben "Sgt. Pepper") noch heute als eines der besten Pop-Alben aller Zeiten. Dass er an dem Folgewerk "Smile" schließlich scheiterte, jenem legendenumrankten, berühmtesten nichtveröffentlichten Album überhaupt, lag teils an seinen eigenen hohen Ansprüchen, teils an dem Widerwillen der Band, sich noch weiter vom Erfolgsrezept der frühen Surf-Hits zu entfernen, teils an seinem ausufernden Drogenkonsum und der damit einhergehenden psychischen Labilität, was dazu führte, dass er sich immer mehr zurückzog, bis die Beach Boys ohne ihre einstige Leitfigur weitermachten.

Die Solokarriere des längst gesundeten BRIAN WILSON hat erst in den letzten Jahren richtig Fahrt aufgenommen. Bestechende Live-Versionen von "Pet Sounds" und "Smile" oder hervorragende Alben wie "Gettin' In Over My Head" mit Gästen wie McCartney, Clapton oder Elton John und schlussendlich "Brian Wilson Presents Smile" stießen auf breiteste Medien- und Publikumsresonanz, brachten ihm einen ersten Solo-Grammy ein.

Nun also das Konzeptalbum "That Lucky Old Sun", dass er live bereits im letzten Jahr u.a. in der Londoner Royal Festival Hall präsentiert und für das er glänzende Kritiken erhalten hatte. "Die kreative Explosion", wie BRIAN WILSON es nennt, ist eine grandiose Suite voller Harmonien und Melodien, in der alle Songs nahtlos ineinander übergreifen und teilweise durch narrative Überleitungen verbunden sind. Natürlich gibt es Beach Boys-Reminiszenzen ("Morning Beat", aber er beschreitet durchaus auch musikalisches Neuland. "Mexican Girl" wirkt wie ein Latin-Humoreske, "Oxygen To The Brain" wie ein Big Band-Ode. Bis auf den kurzen Titelsong stammen alle Kompositionen sowie die Produktion von ihm. Die Songtexte lieferte sein Gitarrist Scott Bennett, die gesprochenen Zwischentexte schrieb American-Koryphäe Van Dyke Parks: Pointierte poetische Reflexionen über Los Angeles und das Lebensgefühl in der "city of angels". Good Vibrations fürs 21. Jahrhundert.

DVD-Info:
Format - DVD 5, NTSC
Sprache - Englisch
Bild - 16:9
Ton - 2.0
Laufzeit - ca. 25:30
FSK - Freigegeben ohne Altersbeschränkung