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03.08.2004

Biografie: Best of zum Fiere


Bläck Fööss
"Best Of...Zum Fiere"

Die Bläck Fööss mag man mit Fug und Recht "die kölscheste aller kölschen Bands" nennen, aber auf der brandneuen Compilation "Best Of...Zum Fiere" legen die fidelen musikalischen Brauchtumspfleger vor allem den Partygang ohne innerörtliche Geschwindigkeitsbeschränkung ein. Kafi Biermann, Ralph Gusovius, "Bömmel" Lückerath, Hartmut Priess, Willy Schnitzler, Peter Schütten und Erry Stoklosa geben hier richtig Gas: Die sieben Lokalmatadoren blasen zum bundesweiten und keineswegs ausnahmslos närrischen Zapfenstreich. Wenn das Album im Dezember erscheint, ist die neue Karnevalsession ja bereits angelaufen, doch auch bei jeder Silvesterparty in der ungemütlich kalten Jahreszeit heißt das Gebot der Stunde: Tanz dich warm!

Dazu bietet "Best Of...Zum Fiere" nun reichlich und allerbeste Gelegenheit. Die höchst knifflige Aufgabe, welche Titel sich für eine derartige Zusammenstellung am besten eignen würden, löste man mit der Unterstützung der Fans. Immerhin umfasst der Backkatalog der Bläck Fööss mehr Alben, als ein Brockhaus Bände hat. Und so wurden die Fans auf der Website der Band (www.blaeckfoeoess.de) aufgefordert, ihre Favoriten aus dem riesigen Fundus der Fööss-Lieder für die privaten Fiestas zu wählen. Die Resonanz war enorm und hat dem Album jenen Kick gegeben, dass der Funke garantiert überspringen wird. Nun darf nach Herzenslust geschunkelt und gesteppt werden. Vom gemütlichen Schieber bis zum heißen Samba, alles dabei. Und es weht ein mediterraner Hauch von "Kölle goes Palma" durchs Programm, vor allem dank des temperamentvollen Disco-Mix von "Samba em Veedel", den es bis dato nur kurze Zeit auf einer Single gab. So empfiehlt sich das Album unbedingt auch zur weiteren Verwendung als musikalischer Begleiter auf dem Weg nach El Arenal.

Dabei wartet das 18 Tracks umfassende Album einerseits mit unverzichtbaren Evergreens aus dem riesigen Repertoire der Bläck Fööss auf, wie etwa "Kaffebud" und "Bye Bye My Love", andererseits haben sich hier einige rare Schätzchen eingefunden, über die sich selbst eingeschworene Fans freuen dürften, wie etwa die Feten-Version vom Bob-Dylan-Cover "Leben nach dem Tod", ein Remix von "Et Spanien-Leed" und der zur fröhlichen Polonäse über Tische und Tresen einladende "Buuredanz" in einer seltenen Liveaufnahme des WDR, die bislang noch auf keinem Album der Fööss zu finden war. Seltenheitswert hat auch das Marsch-Medley "Von d'r Elsassstrass zum Dom" - neuneinhalb Minuten im locker-lustigen Gleichschritt durch die Gassenhauer! "Best Of...Zum Fiere" ist ein putzmunterer Streifzug durch die Geschichte der Bläck Fööss, allerdings zeitgemäß auf Hochglanz poliert. So hat der Klassiker "Drink doch ene met" fast drei Jahrzehnte auf dem Buckel, doch der erfrischende Remix aus dem Jahr 2000 wirkt wie ein vor guter Laune überschäumender musikalischer Trinkspruch. Das Original stammt, wie übrigens auch die Schunkelhymnen "En unserem Veedel" und "Mer losse d'r Dom In Kölle", vom 1973er Albumklassiker "Kölle bliev Kölle". Ein Albumtitel, der sich nach über 30 Jahren beeindruckender Bandhistorie auch auf das Kölner Siebengestirn übertragen lässt: Bläck Fööss blieve Bläck Fööss. Unnachahmlich, unverwüstlich und unwiderstehlich. Viel Spass beim Fiere! Wo und wann auch immer.
Das Albumcover sowie Fotos zum downloaden finden Sie unter www.emi-promotionservices.de

VÖ 17.12.2001 // November 2001